Organisation: Thomas Beiganz
Fachgruppenleiter für Blechblasinstrumente im Oö. Landesmusikschulwerk
Die BrassBand OÖ. wurde im April 2002 auf Initiative von Thomas Beiganz, Fachgruppenleiter für Blechblasintrumente im OÖ.Landesmusikschulwerk, gegründet. 1. Konzert im Bruckner-Haus Linz, anlässlich des 1. Brass-Festivals der LIVA 2002.
Musikalischer Leiter ist Hannes Buchegger, er gilt als der Brassband-Spezialist in Österreich, ist Direktor der Städtischen Musikschule Hall in Tirol, Gründer und Leiter der Brassband Fröschl Hall, mit der er bereits 4 mal den Europäischen Brass Band Wettbewerb in seiner Kategorie gewinnen konnte.
Besonders stolz sind wir auf die Mitwirkung unseres Solisten und ehemaligen Solo-Trompeters der Wiener Philharmoniker, Hans Gansch, der ja aufgrund seines Wohnsitzes in Zell am Moos ein Oberösterreicher ist.

Der Höhepunkt der bisherigen Aufbauarbeit war sicherlich der Gewinn des Titel in der B-Section bei den European Brass Band Championships in Groningen (Holland) am 30.April dieses Jahres.
European Championships 2005
Rückblick – B Section
BB Oberösterreich bot Brass Band Musik auf höchstem Niveau
In unserer Berichterstattung über die Darbietung der Selbstwahlstücke in der Championship Section bezeichneten wir die Black Dyke Band als unschlagbar und genau dasselbe trifft auf die BB Oberösterreich in der B Section zu. Man kann nur hoffen, dass ein Großteil ihres Wettbewerbsprogramms im Fernsehen/Radio übertragen wird oder auf DVD erscheint! Dieser halbstündige Auftritt wird in jedem Fall in die Liste der besten Auftritte in der Geschichte der European Championships eingehen.
Was war so herausragend an der Performance der BB Oberösterreich?
Der Auftritt war farbenprächtig, aufregend und erfrischend, die Tempi waren stets genau richtig getroffen und die Spielweise technisch perfekt.
Die Juroren Roman Brogli, Dirk Lautenbach und Jan Van der Roost vergaben 95 Punkte. Die BB Oberösterreich gewann somit mit 3 Punkten Vorsprung gegenüber der BB Pfeffersberg, die auch keinen schlechten Auftritt ablieferte.
Die BB Oberösterreich eröffnete das Programm mit dem Teststück „Match-Rhythm“, das sie so klar und präzise spielte wie man es sich nur wünschen konnte. Mit großartigen dynamischen Kontrasten und technischer Perfektion erfüllte die Band alle Kriterien der Jury (klare, durchsichtige Struktur, Tonqualität, Farbenpracht, Dynamik und Musikalität).
Überwältigt von dieser Spitzenleistung erlebten wir nach dem Teststück noch großartige Arrangements von Howard Snell, sowie sprühende Musik von Philip Sparke und Kenneth Hesketh. Insgesamt: Ein Programm so aufregend wie eine Achterbahnfahrt!
Dieser Auftritt hätte leicht mithalten können mit den Auftritten berühmter Bands wie Grimethorp, Fodens, Leyland und anderen beim Spennymore Wettbewerb!
„Candide“ vermittelte überschäumende Freude. Ich denke, mir ist ein geringfügiger Fehler irgendwo aufgefallen, aber der war völlig unbedeutend aufgrund der elektrifizierenden Spielweise. Das Werk hatte eine unwiderstehliche Kraft. „Procession to the Minister“ wurde mit enormer Gelassenheit und Selbstsicherheit gespielt – vor allem die (Flügel-)Hörner und Cornette waren sehr diszipliniert und bewiesen große Musikalität. Die Interpretation dieses Werkes war erfrischend und steigerte sich phantastisch bis zum Schluss. „Masque“ wurde ebenfalls fehlerfrei und voll glühender Begeisterung interpretiert. Es folgte „Song and Dance“ mit einem herausragenden Cornet Solo gespielt vom bekanntesten Trompeter Österreichs – Professor Hans Gansch (Ex-Solotrompeter der Wiener Philharmoniker und Professor für Trompete am Mozarteum in Salzburg).
Die Begleitung war sehr ansprechend und gefühlvoll, aber am meisten in Erinnerung bleibt natürlich eines der tollsten Cornet Solos, das man sich nur vorstellen kann. Einfach überwältigend – Hans Gansch spielte von Anfang bis Ende mindestens so gut wenn nicht besser als Trompeter wie Roger Webster, James Sheperd oder Maurice Murphy. Dieser Mann ist ohne Übertreibung ein Genie!
Das letzte Stück „Czardas“ war fast noch aufregender als „Candide“. Alle technischen Schwierigkeiten wurden trotz des schnellen Tempos bravourös gemeistert und die Band bekam dafür tosenden Applaus, den sie sich wahrlich verdient hatte.
Es war eine aufregende Show, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Quelle: Brassband World

Die Brassband Oberösterreich spielt auf Yamaha-Instrumenten:
- Es-Kornett
- B-Kornette
- Es-Althörner
- Bariton
- Euphonium
Partner: Musikhaus Danner, Linz, Austria
