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Audio Integration

Mit Audio Integration kann man – wie der Name schon verrät – externe Audiogeräte in die Recording Software integrieren. Das können externe Effekte, aber zum Beispiel auch externe Synthesizer sein.

In 2 Beispielen soll hier erklärt werden, wie die Einbindung externer Effekte und wie die Einbindung externer Instrumente funktioniert:

1.Integration von externen Effekten
2.Integration von externen Instrumenten

Integration von externen Effekten:

1. Computer mit Steinbergs Cubase SX 3

2. Yamaha 01x

Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten der Integration von externen Effekten und würde zum Beispiel auch mit anderen Yamaha Mischpulten wie das DM 1000 funktionieren oder auch mit einem Multieffektgerät wie das SPX 2000.

Zunächst einmal sollte man, wie im Kapitel „Total Recall“ beschrieben, den Studio Manager in Cubase aufrufen und die Verbindung zwischen dem Yamaha 01x und Cubase herstellen.

Als nächstes muss man in Cubase die Send und Return Verbindungen für den externen Effekt einstellen.

Die Einstellungen für die externen Effekte findet man bei den VST Verbindungen im Menüpunkt „Geräte“. Hier gibt es die Karteikarte „Externe Effekte“. Zunächst klickt man auf das Feld „Externen Effekt hinzufügen“, um ein externes Gerät einzuschleifen. Im darauf folgenden Fenster stellt man die Konfiguration der Inputs und Outputs ein, von mono bis Surround. In diesem Beispiel nehmen wir eine Stereokonfiguration, sowohl für den Send als auch für den Return.

Externe Effekte

Im Fenster für die externen Effekte sieht man nun in der ersten Spalte einen Eintrag für den Namen des Effekts, den man auch umbenennen kann, indem man darauf klickt. In der Spalte Audiogerät wird der Audiotreiber ausgewählt (in diesem Fall ASIO mLAN); in der Spalte Geräte-Port die Ausgänge (Send Bus) des jeweiligen Audiointerfaces - hier nehmen wir mLAN 07 und lassen den zweiten frei (der Hall Effekt im 01x hat ein mono Input und einen Stereo Output) - und Eingänge (Return Bus) - hier nehmen wir mLAN 15 und 16. Jetzt steht die Audio-Verbindung zwischen Cubase und dem 01x. In der Spalte „MIDI-Gerät“ wählt man „Studio Manager“ und dann „01x an“.

Jetzt muss noch im VST Mischpult der Externe Effekt geladen werden und die Sendwege der Kanäle, die in den Hall gehen, müssen noch aufgedreht werden.

Hierfür wird erstmal ein Effektkanal angelegt. Das VST Verbindungen Fenster wird geschlossen und mit der rechten Maustaste klickt man in einem leeren Bereich des Projekts, um im Menüpunkt „Spur hinzufügen“ dann einen Effektkanal auszuwählen. Im nun folgenden Fenster stellt man „Stereo“ ein und wählt unter den PlugIns „External Effects“ und dann unseren externen Effekt aus. Öffnet man nun den VST Mixer, findet man am rechten Ende den lila untermalten Effektkanal. Durch ein Doppelklick unten auf die Kanalbezeichnung kann man dem Kanal einen eigenen Namen geben, in unserem Beispiel am Besten „01x Hall“. Das VST Mischpult sollte ganz aufgeklappt sein (blaues Symbol unten links im Mixer), und im Effektkanal sollten die Inserts angezeigt werden (Klick auf dem schwarzen Pfeil über dem Fader). Ganz oben sollte man den externen Effekt sehen. Klickt man auf den Edit Button des Effektes geht direkt der 01x Editor auf.

Als nächstes sollte man einen Kanal anwählen, den man in den Hall schicken möchte. Wählen Sie die Spur aus und stellen Sie die Übersicht auf Sends um (Mausklick auf schwarzen Pfeil über Fader). Gehen Sie zum ersten Sendweg und wählen Sie hier den 01x Hall an. Drehen Sie anschließend den Pegel, der zum Hall gehen soll, auf.

Externe Effekte Mixer

Jetzt muss noch das 01x konfiguriert werden, am einfachsten geht das mit dem Studio Manager, den man mit dem Edit Button im Effektkanal aufmachen kann.

Dann Kanal mLAN 7 anwählen, in diesem Kanal sollte das Signal, das aus Cubase gesendet wird, anliegen. Im Menüpunkt „Windows“ des 01x Editors wechselt man dann zur Kanalansicht, indem man „Selected Channel“ anwählt. Als nächstes den Aux 3 Regler aufdrehen und den Aux Weg auf Pre stellen. Den Kanalfader lässt man unten.

Externe Effekte 01x

Jetzt wird das Signal zum ersten DSP Effekt geschickt, wobei der Eingang des Effekts mono und der Ausgang stereo ist. Schließen Sie die Einzelkanalansicht, klicken Sie über dem Masterfader auf den „Master“ Schalter und wählen Sie dann mit der „Select“ Taste den ersten Effektreturn an, STI1. Vergewissern Sie sich vorher noch, dass der Aux 3 Masterfader auch aufgezogen ist (Aux 3 links neben den Effektreturns). Klicken Sie nun ganz oben im Kanalzug auf die „Bus“ Taste, so dass sie aufleuchtet und auf die „Stereo“ Taste, damit diese aus ist. Jetzt wird das Signal auf den Recording Bus geschickt, damit es wieder zurück in Cubase gespielt werden kann – gleichzeitig wird das Signal nicht mehr auf den Master Out geschickt, da wir sonst das Signal zusammen mit dem Output von Cubase doppelt hören würden. Vergewissern Sie sich, dass der Bus-Fader aufgezogen ist (links neben Aux 1). Jetzt muss nur noch der Recording Bus einem mLAN Kanal zugewiesen werden, in Cubase wurde vorher hierfür mLAN Kanal 15/16 ausgewählt. Gehen Sie wie folgt vor: Im Studio Manager auf „Windows“ >> „Patch Editor“ >> „Output Patch“. Der Recording Bus befindet sich links oben, rechts daneben sieht man alle Ausgänge. Klicken Sie in das Kästchen der BUS L Zeile und der Spalte 15. Nun wird der Recording Bus zu Cubase zurückgeschickt.

Wenn Sie jetzt wieder ins Cubase Fenster wechseln, sollten Sie nicht nur ein verhalltes Signal hören, sondern auch ein Pegel im 01x Hall-Effektkanal sehen.

Einfacher geht es natürlich, wenn man typische Inserteffekte wie ein Kompressor benutzen möchte. In diesem Fall kann man sich den externen Effekt als Insert in einem bestimmten Kanal in Cubase reinladen. Im 01x Editor muss man dann nicht den Umweg über die Aux-Wege machen, sondern das Signal geht direkt wieder aus dem 01x Kanalzug zurück zu Cubase (die Outputs des Mixers sind normalerweise Pre Fader, der Fader kann also unten bleiben).

Bei einem Audio Mixdown werden die externen Effekte in Echtzeit in die finale Datei mit eingerechnet (siehe Beispiel externe Instrumente).

Integration von externen Instrumenten

1. Computer mit Steinbergs Cubase SX

2. Yamaha MOTIF ES

Bei der Integration von externen Instrumenten sollte man zunächst den Multi Part Editor des MOTIF ES im Studio Manager einladen und die MIDI Verbindung zwischen dem Instrument und Cubase herstellen. Beim MOTIF ES Editor findet man die Einstellung dafür unter „Setup“ und dann nochmals „Setup“.

Danach wählt man unter dem Menüpunkt „Geräte“ die VST-Verbindungen und dann die Karteikarte „externe Instrumente“. Dann klickt man auf das Feld „Externes Instrument hinzufügen“ und stellt die Zahl der Return Ports ein, in diesem Fall Stereo.

Externe Instrumente

Zunächst wählt man in der Spalte „Audiogerät“ den Treiber aus und in der Spalte „Geräte Port“ die Eingänge, an denen in diesem Fall das MOTIF anliegt. In der Spalte „Verzögerung“ kann man eine Verzögerungszeit einstellen – es kann vorkommen, dass je nach Audiosystem ein Versatz zwischen MIDI und bereits aufgenommenen Audiomaterial besteht, den man hier ausgleichen kann. Die Latenz des Audiotreibers wird automatisch von Cubase ausgeglichen. Als nächstes kann man den Return Gain verstellen, um den Eingang etwas abzusenken, was man aber im Normalfall nicht zu machen braucht. Dann gibt es noch die Spalte „MIDI-Gerät“. Hier klickt man in das Feld und wählt dann „Studio Manager“ und dann „MOTIF ES“.

Danach kann man das VST-Verbindungen Fenster schließen und öffnet unter dem Menüpunkt „Geräte“ die VST Instrumente. Es erscheint das Instrumentenrack von Cubase. Klickt man auf eines der Slots kann man ein VST Instrument auswählen, in diesem Fall wählt man „externe Instrumente“ und dann „MOTIF ES“. Es erscheint nun der MOTIF ES Editor und gleichzeitig auch eigene Instrumentenspuren für das MOTIF ES im Projektfenster. Hier liegt nun das Signal des MOTIF ES direkt in Cubase an. Sobald man eine Taste am MOTIF drückt, sollte auch die Pegelanzeige in Cubase zu sehen sein und ein Signal zu hören sein.

Externe Instrumente MOTIF

Nun ist das MOTIF ES wie ein VST Instrument direkt im Cubase Projekt integriert, wobei die Sounds natürlich immer noch aus dem Synthesizer kommen.

Die Integration geht noch weiter: In Cubase macht man normalerweise wenn man sein Projekt fertig gemischt hat ein Export des Audio Mixdowns. Diese Funktion findet man im Menüpunkt „Datei“. Im Audio Mixdown werden die Sounds des MOTIF ES, die am Cubase Eingang mit anliegen, direkt im Mixdown mit aufgenommen. Cubase macht in diesem fall ein Echtzeit-Mixdown. Man spart sich also ein Arbeitsschritt, indem man nicht mehr wie früher zunächst seine MIDI Instrumente aufnehmen musste um dann den Mixdown machen zu können.

Hier geht es zum Kapitel Total Recall, zu den Fragen und Antworten oder zurück zur Studio Connections Startseite:

  • Studio Connections Intro
  • Total Recall
  • Fragen und Antworten



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