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Das Kabelgewirr...
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Sie kennen das sicherlich: In einer musikalischen Umgebung sind Dutzende verschiedener Kabel wie Audio-Kabel, Digital-Kabel und MIDI-Kabel erforderlich, wobei für jedes Gerät und jede Anwendung eine andere Kabelart benötigt wird.
Für einen Synthesizer mit Stereo-Ausgang benötigen Sie beispielsweise zwei Audio-Kabel (in manchen Fällen sogar mehr, falls das Instrument mehr als zwei Audio-Ausgänge besitzt) sowie zwei MIDI-Kabel. Beim Anschließen der Kabel müssen Sie darauf achten, welche Kabel welches Signal leiten - bei MIDI-Kabeln müssen Sie die Eingangs-/Ausgangsrichtung beachten und bei Audio-Kabeln zwischen dem linken und dem rechten Stereo-Kanal unterscheiden. In einigen Fällen sind sogar Impedanzkenntnisse erforderlich. Und wollen Sie einmal das gesamte System neu konfigurieren (zum Beispiel wenn ein neues Gerät hinzukommt), müssen Sie die Kabel wieder umstecken.

Bei der herkömmlichen Verkabelungsweise benötigen Sie eine Vielzahl an Kabeln
Bei größeren Systemen verursachen solche Faktoren eine immer höhere Komplexität und höhere Kosten, da ja jedes einzelne Kabel Geld kostet. Es können Probleme wie z. B. nicht korrekt vorgenommene Kabelverbindungen auftauchen. Dies führt unter Umständen zu Zeitverlusten durch die Suche nach Fehlern und Problemen. Und nicht nur Zeit kann man verlieren, auch die Nerven können leiden: Vielleicht wissen Sie aus eigener Erfahrung, wie frustrierend es ist, in einem verwickelten Kabelnetz jedes Kabel einzeln zu prüfen, um das eine falsch angeschlossene Kabel zu finden.
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...und sein Ende: mLAN
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An dieser Stelle kommt Yamahas mLAN ins Spiel: Hierbei handelt es sich um ein für musikalische Anwendungen entwickeltes digitales Netzwerk, das den als Industriestandard definierten seriellen Hochleistungs-Bus "IEEE 1394" (auch unter dem Namen "FireWire" bekannt) verwendet und erweitert.
mLAN bietet eine drastische Vereinfachung sämtlicher oben aufgeführter Problematiken, da alle Verbindungen in einem einzelnen Firewire-kompatiblen Kabel kombiniert werden. Außerdem ermöglicht mLAN die Konstruktion sehr viel leistungsfähigerer Systeme.
Theoretisch kann der von mLan verwendete Firewire (IEEE 1394) -Bus über ein einziges Kabel gleichzeitig bis zu 200 Audiokanäle in CD-Qualität,16384 MIDI-Kanäle und die Synchronisationsdaten (Wordclock) übertragen - versuchen Sie mal, sich ein auf herkömmliche Art und Weise verkabeltes System dieser Leistung vorzustellen. Der Audio- und MIDI-Signalfluss zwischen mLAN-Geräten kann ohne Umstecken der Kabel beliebig geändert werden. Diese Konfigurationen können gespeichert und per Knopfdruck wieder aufgerufen werden - Total Recall einfach gemacht.

Wenn das System aus nicht mehr als 16 Geräten (sogenannte "Knoten") besteht, kann es ganz einfach durch die serielle Verbindung der Geräte eingerichtet werden. Dazu ist kein spezielles Wissen erforderlich. Zur Zeit kann ein System maximal 63 Geräte umfassen, zukünftig können unter Einhaltung einiger einfacher Regeln Systeme aus bis zu 63 x 1.023 Geräten eingerichtet werden.
mLAN bleibt keine Insellösung - in der mLAN-Alliance haben sich weltweit dutzende Hersteller professioneller Audio-Geräte zusammengeschlossen, um mLAN weiterzuentwickeln und zukunftsfähige Produkte herzustellen.
Sie sehen: mLAN ist der digitale Verbindungsstandard der Zukunft, der die Konfiguration von Musikproduktionsumgebungen erheblich vereinfacht. So bleibt mehr Zeit für das Wichtigste: Die Musik.
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