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Ich lernte durch Hinhören. Es gab keine andere Wahl.
Akira Jimbo ist Japans bekanntester Fusion Drummer. Sein unverkennbarer Stil und seine innovativen Experimente an der Schnittstelle zwischen elektronischer Drum-Technologie und akustischem Drumming haben ihn zu einem international begehrten Clinician und Sideman gemacht
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Akira, Du hast mit 17 angefangen Schlagzeug zu spielen.
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Nun ja, es gab MusikMusik gab es schon vor den Drums. Mein erstes Instrument war das Piano, später lernte ich Gitarre. Ich mag die Gitarre und spiele heute noch. Als ich in der Mittelschule war, gab es einen grossen Musikboom, vor allem Fusion-Musik war en vogue. Eines Tages hörte ich Bob James’ Album “One” “ mit Steve Gadd an den Drums. Ich hatte bis dahin immer gedacht, die Drums seien einfach ein Begleitinstrument. Aber Steves Drumming war so unglaublich kreativ und musikalisch, dass ich sofort wusste: ich wollte Drums spielen. Das war vor 30 Jahren.
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In Japan war Drumming damals noch ziemlich exotisch, oder nicht?
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Ja, es gab damals kaum Zugang zu westlichem Drumming, also weder Schulen, Literatur noch gute Lehrer. So begann ich einfach viel Musik zu hören und nachzuspielen. Ich lernte durch hinhören. Es gab keine andere Wahl. Auf der Uni bin ich dann zuerst der College Big Band und dann danach der Fusion Band Casiopea beigetreten. Das Casiopea Debut-AlbumDebütalbum hat sich gut verkauft und die Kritiker liebten unswaren angetan. Das hat mich dazu bewogen, die Karriere als angehender Banker aufzugeben und professioneller Drummer zu werden.
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Du hast eine eigene Drumming-Methode entwickelt, die sogenannte “Wasabi Method”.. Was hat es damit auf sich?
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Wie erwähnt, bin ich Autodidakt. Ich lernte mein Schlagzeugspiel vor allem durch Musikhören und Nachspielen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt begann ich das Gelernte weiterzuverarbeiten, also meine eigene Würze (Wasabi) hinzuzufügen. Ich nahm zum Beispiel ein Steve Gadd-Lick und brach zerlegte es in seine Grundelemente herunter. Dann setzte ich es in auf meiner Weise wieder zusammen, mit ein bisschen Wasabi eben. Die “Wasabi Method” ist grundsätzlich nichts anderes als eine Methode, mein musikalisches Vokabular durch das Variieren von musikalischen Grundideen (ein Groove, ein Lick) zu vergrössern. Der Schlüssel dabei ist das genaue Hinhören, bzw.und das Analysieren des Gehörten. Musik heraushören ist die praktischste Form des Lernens, für mich jedenfalls für mich.
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Gibt es so etwas wie einen japanischen Drumming-Stil?
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Schwierig zu sagen. Wenn ich für mich spreche kann ichIch würde sagen, dass die traditionelle japanische Musik mich sicherlich beeinflusst hat, denn ich bin mit ihr aufgewachsen. Das Taiko-Drumming unterscheidet sich zwar stark vom westlichen Drumming, aber ich ertappe mich oft dabei, wie ich gewisse Muster dieser Musik in mein Spiel einfliessen lasse. Japanische Musik ist zum Beispiel sehr Downbeat- orientiert, und wenn ich meinen Stil analysiere merke ich, dass auch mein Drumming von einem starken Viertelnoten-Puls geprägt ist. Vielleicht ist das ein Anzeichen für einen “japanischen Drumming-Stil“”. Typisch für mich ist jedenfalls die Synthese von elektronischem und akustischem Drumming. Es ist Teil meines musikalischen Ausdrucks geworden.
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Wie sieht Dein momentanes Drum-Setup aus?
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Mein Setup ist über die Jahre ziemlich stabil geblieben. Ich spiele 8”, 10”, 12”, 14” und 16” Toms, eine 20”x20” Bassdrum und meine Signature-Snare. Ich habe im Verlauf der Jahre die verschiedensten Holzkessel ausprobiert: Ahorn, Buche, Birke.., aber die für mich perfekte Mischung aus hohen und tiefen Frequenzen habe ich aber erst bei den Eichenkesseln entdeckt. Darum habe ich kürzlich zu einem Oak Custom-Set gewechselt.
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Erzähl mir ein bisschen von Deiner Signature-Snare.
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Diese Snare hat ein paar Besonderheiten. Sie besteht aus einem 13”x7” Buchenkessel mit nur 6 Spannschrauben für bessere Resonanz. In Kombination mit dem Ahorn-Spannreifen produziert diese Snare einen organischen Sound mit einem akzentuierten “Pop“”. Die Trommel wurde vom legendären Yamaha-Designer “Hagi“” entwickelt.
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Auswahl-/DiskographyDiskografie:
Brombo 2!! feat. Brian Bromberg (2004)
Brombo! feat. Brian Bromberg (2003)
Stone Butterlfy Butterfly (1997)
Flower (1997)
Rooms By The Sea (1995)
Panama Man (1995)
Lime Pie (1993)
Slow Boat (1991)
Jimbo (1990)
Palette (1989)
Cotton (1986)
Akira’s Drumset:
Yamaha Oak Custom
Toms: 8" / 10" / 12" / 14“ / 16"
Snare: 13" x 7"
BD: 20“ x 17“
Cymbals: Series Zildjian “K Custom Hybrid”, mitentwickelt von Akira Jimbo
Electronics: Yamaha DTXtremeIIs Kit und Modul, TP65S Pads und DT-20Trigger
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